Gfrörli: So bleibt mir warm und der Winter macht Spass

Ich gehöre zu der Subspezies Mensch, die nicht gerne friert. Ich hasse es sogar. Da der Winter meist (noch) ziemlich kalt ist, gibt es für uns Gfrörlis nur eins: warm bleiben. Hier einige Tipps, von mir getestet – und für gut befunden:

  • Wolle, Wolle, Wolle (oder Kunstfaser)

Eure Baumwolle könnt ihr bis zum Frühling im Schrank verstauen. Sie ist im Winter einfach kontraproduktiv und bringt alle zum Schlottern. Ich kann eine dicke Daunenjacke, einen Schal und eine Mütze anziehen, das ist völlig egal. Wie die Prinzessin auf der Erbse: Wenn ich nur eine einzige Schicht Baumwolle (und egal, ob als Base-, Mid-, oder Outerlayer) trage, habe ich kalt.

  • Was Richtiges an den Füssen

Warme Füsse sind die halbe Miete. Auch hier: Baumwollsocken könnt ihr gleich vergessen. Egal, ob die Winterschuhe 200% wasserdicht und dreimal isoliert sind, mit Baumwollsocken friert man. Punkt.

  • Handschuhe in der Jackentasche
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Handschuhe kommen auch mit Smartphone-tauglichen Fingerspitzen. Zu eurer Info.

Handschuhe, auch nur dünne, sind besser als keine. Und als kleines Knäuel nehmen sie auch nicht viel Platz weg. In der Jackentasche sind sie immer dabei. Am besten hat man in jeder Jackentasche ein Paar. Nichts ist enttäuschender, als keine zu haben, wenn die Bise geht und man die Hundeleine mit nackten Händen halten muss.

 

  • Stirnband oder Mütze

Ob ich sonst eitel bin, können andere beurteilen. Aber im Winter ist mir meine Frisur zu Gunsten eines warmen Kopfes ziemlich egal. Gibt es etwas Schlimmeres als Kuhnagel an den Ohren? (Rhetorische Frage, natürlich gibt es das: Kuhnagel an den Zehen und Fingern. Habt ihr gewusst, dass dieser nichts mit Kühen, sondern mit dem alten Schweizerdeutschen Wort Chuen zu tun hat?)

 

  • Anziehen wie eine Schwarzwäldertorte
Schichten

Fast warm. Fast.

Wenn ich draussen unterwegs bin, trage ich im Winter zwei Schichten an den Beinen und vier bis fünf Schichten am Oberkörper. Die können dünn sein, es ist wichtiger, aus welchem Material sie sind. Bei mir sieht das so aus: Funktionstanktop (1), Funktions- oder Woll-Baselayer-Langarmshirt (2), Wollpulli (3), Cardigan (4), gefütterte Jacke (5) bei Schneefall noch eine Regenjacke (OK, es sind also doch zum Teil 6 Schichten).

 

boo1.jpgAls ich meinen Hund ganz kurz im Auto zurück lassen musste, ging mir als Gfrörli ziemlich nahe – er hat ja schliesslich keine Haare am Bauch. Also kam auch er in den „Genuss“ eines Schicht-Tenues: Wollpulli und gefütterte Jacke am Hund, Decke, gefüttertes Bettchen und einen meiner wärmsten Schals zum Draufliegen. Als ich zurück kam, hatte er sich aus dem Pulli geschält, aber die Jacke hatte er noch an – und zwar mit geschlossenen Knöpfen! Wie er das geschafft hat, weiss ich bis heute noch nicht.

  • Grosser Schal
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Lenny ist auch ein Gfrörli. Bild via eonline.com

Übertreiben wie Lenny Kravitz (hahaha!) muss man es ja nicht gerade, aber ein Schal aus Wolle, welcher notfalls auch als Poncho getragen werden kann, hält warm und hat auch einen gewisses Rockstar-Etwas (wenigstens *etwas* Stylisches im Winter). Auch: eine Sonnenbrille kann man ebenfalls immer anziehen. Diese hilft auch gegen Kälte – an den Augen.

 

 

 

 

 

  • Warmes Essen

Im Winter gibt es keinen Salat. Wie soll mein Körper Wärme produzieren, wenn ich ihm kalte Gurken und Tomaten zuführe? Das geht einfach von meinem Gefühl her (und laut traditioneller Chinesischer Medizin) nicht und deswegen hole ich mir im Winter die Vitamine woanders.

  • Thermoskanne voll Tee

Tee bleibt länger gut als Kaffee, literweise Tee ist gesünder als literweise Kaffee. Tee ist das Wintergetränk schlechthin. Tee, Tee, Tee! Im Moment am liebsten Yogi-Tee.

  • Heizsocken

Es gibt doch einen Gott!