Die Schweiz in gelb-weiss-grün

Was für ein grandioser Frühlingsauftakt! Viele Regionen gleichen momentan einem Paradies aus gelben Löwenzahn-Butterblumen-Wiesen und weiss blühenden Obstbäumen. Es surrt und brummt und schon bald kann der erste Blütenhonig in Gläser abgefüllt werden. Fein!

 

Wenn man darauf aber nicht warten und direkt etwas davon haben möchte, erinnere ich mich an einen Bekannten aus dem Appenzellerland, der mir Folgendes über die „Maiblümli“ erzählt hat: er hat zusammen mit seinen Grosseltern jeweils die Blütenblätter vom Löwenzahn abgezupft und in ein Glas mit Wasser gegeben. Daraufhin hat das Wasser wohl einen süsslichen Geschmack angenommen und war bei den Kindern damals sehr beliebt.

 

20180428_113358

Zwischen Löwenzahn und Butterblumen haben sich aber auch diverse Gräser, Sauerampfer, Klee und Spitzwegerich geschmuggelt. Vorgestern hab ich im Appenzellerland zufällig einen vierjährigen Bub getroffen, der mit vielen der Wiesenpflanzen etwas anzufangen wusste… ich war ganz schön erstaunt darüber.

 

Der Sauerampfer ist beispielsweise sehr reich an Vitamin C und kann in kleinen Mengen wunderbar gegessen werden. Aus der Erfahrung vom letzten Samstag kann ich sagen, dass der Stängel sehr säuerlich schmeckt, ein bisschen wie Rhabarber. Die Kühe auf den Weiden machen einen grossen Bogen um die Pflanze, aber unsere Nachbarn in Frankreich verarbeiten sie gerne zu einer cremigen Ampfersuppe (Soupe à l’oseille).

In all der gelb-grünen Pracht finden sich auch weisse Farbtupfer in der Landschaft. Rund um den Bodensee und in ländlichen Gegenden stehen die Apfelbäume in voller Blüte, im Aargau beispielsweise locken teils Kirschbäume mit ihrem feinen Duft Hummeln und Bienen an.

 

Möchte man all die Pflanzen aber nicht unbedingt als Salat oder Suppe essen, geht man besser auf die Wiese und pflückt einen grossen Strauss Butterblumen für die Wohnung!

DSC08562

Butterblumen – für dich, Mama! 🙂