Mit diesen Spielen wandern Kinder gerne mit

Man kann Wanderungen noch so kindergerecht planen: Irgendwann kommt der Moment, wo der Weg lange geradeaus geht, der Abstieg eintönig ist, ein Feldweg langweilt. Dann kommen diese einfachen Spiele zum Zug – meist sind es Klassiker, die wir schon als Kinder gespielt haben.

Auch meine Kinder lieben diese Spiele, manchmal fast zu sehr für meinen Geschmack. Zum Glück können sie einige davon auch untereinander spielen. Der Vorteil dieser Ideen: Die wenigsten brauchen Vorbereitung oder Material. Sie sind also spontan zu Hand, wenn es sie braucht.

 

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Fantasiefiguren suchen

Wer findet das tollste Gesicht im Fels? Den Stein, der wie ein Elefantenkopf aussieht? Die Wurzel, deren Augen uns zuzwinkern? Die Wolke, die aussieht wie ein Hase?

Wer bin ich?

Der Klassiker, der heute noch funktioniert. Jemand sucht sich eine Person, ein Tier oder ein Fabelwesen aus und fragt: „Wer bin ich?“ Die anderen müssen durch Fragen herausfinden, wer sie ist. Die Befragte darf nur mit „ja“ oder „nein“ antworten.

Ich sehe was, was du nicht siehst

Jemand merkt sich etwas, das man sieht in der Umgebung. Die anderen müssen durch Fragen herausfinden, was es ist. Die Befragte darf nur mit „ja“ oder „nein“ antworten.

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Immer in Griffnähe: Diesmal ein Gummi-Schmetterling.

Gummibärchen verstecken

Immer wieder wandere ich voraus und verstecke Gummibärchen im Gelände, welche die Kinder suchen müssen. Zieht immer, ausser wenn Hunde vorbeikommen. Die finden die Bärchen in der Regel schneller als die Kinder.

Dinge suchen

Jedem Kind sage ich zwei, drei Sachen, die es während der Wanderung finden muss (kleine Dinge wie Schlüsselblume, aber auch eine Alphütte). Wenn ein Kind ein Ding gefunden hat, gibts eine neue Aufgabe.

Oder jedes Kind muss zehn gelbe, blaue, rote Dinge suchen.

Wahr oder falsch?

Anhand von Dingen, an denen wir vorbeiwandern, erzähle ich den Kindern eine Geschichte. Sie müssen herausfinden, ob sie wahr oder falsch ist. Auch wenn die Geschichten zu 90 Prozent erstunken und erlogen sind und sie dies natürlich schnell herausfinden, ist dieses Spiel sehr unterhaltsam. Lokale Sagen sind gute Ideenlieferanten.

Wer viel über die Umgebung weiss, kann auch zwei Geschichten übers Gleiche erzählen. Eine wahre und eine falsche. Die Kinder müssen herausfinden, welche wahr ist.

Beispiele: Findling: ein Gletscher hat ihn hier liegengelassen. Oder ein wütender Riese hat ihn hier hergeschmissen. // eine grosse Schneise im Bannwald: wurde gerodet, weil eine Leitung gezogen worden ist. Oder es gab einen Bergsturz. Oder hat da der Teufel oben auf dem Berg gekegelt? // Ein Loch im Boden: Eine Doline ist entstanden, weil eine unterirdische Höhle eingestürzt ist. Oder ist da ein Mammut gestolpert und hat mit seinem ganzen Gewicht ein Loch in den Boden geschlagen?

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Und die Dame wandert motiviert weiter.

Sich schmücken

Blumen und Gräser bieten allerhand, um sich zu schmücken: Warum nicht die Fingernägel violett „bemalen“ mit Blütenblättern? Hals- und Haarketten basteln mit Blumen? Tattoos mit Blütenblättern machen?

Ich packe in meinen Rucksack

Ein weiterer Klassiker, bei dem Mamas und Papas aber schauen müssen, dass sie nicht immer verlieren. Nacheinander darf jedes etwas in den Wanderrucksack packen, muss aber die vorherigen Gegenstände in der richtigen Reihenfolge wiederholen

Doppelwort-Marathon

Jedes muss nacheinander ein Doppelwort finden, dessen erstes Wort mit dem zweiten Wort des letzten Doppelwortes übereinstimmt. Also Hausdach – Dachziegel – Ziegelstein – Steinbruch – Bruchbude – etc. Nicht zu streng sein: Hausdach – Dachsbau ist auch erlaubt. Manchmal wird es so gar noch lustiger.

Zusammen Geschichten erfinden

Jemand beginnt die Geschichte mit einem Satz, der Zweite hängt einen weiteren Satz hinzu, der Dritte ebenso. Es entsteht eine fantasievolle Geschichte voller Überraschungen.

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Eines der Smarties ist verzaubert. Was am Kindergeburtstag funktioniert, klappt auch in der Wanderpause.

Smarties verzaubern

Eigentlich ein Kindergeburtstagsklassiker, funktioniert aber auch auf der Wanderung. Smarties auslegen, ein Kind geht weg, die anderen bestimmen ein verhextes Smarties. Das Kind kommt wieder und darf essen, bis es das verhexte Smarties erwischt. Auch mit Weinbeeren oder Nüssen spielbar.