Meringue, von der Sonne getrocknet

Die Wanderung war schlicht schlecht geplant. Ich hatte keine Lust, mir den Routenverlauf lange zu überlegen, um wirklich die schönste Route zu finden. Ich wollte auf den Jaunpass, wusste, was ich sehen wollte, und schaute dann einfach, wo ich durchwandere, um möglichst wieder einfach nach Hause zu kommen.

Ich wanderte also die erste Dreiviertelstunde auf Asphalt. Zum Glück lenkte mich die Aussicht auf die Gastlosen ab. Die Plaine Morte war auch bald sichtbar. Das Panorama liess also nichts zu wünschen übrig.

Und dann stand ich plötzlich vor dem Alpbeizli auf der Bäderalp. Ich hatte noch gar nicht richtig Hunger, geschweige war ich bereit für ein Dessert. Die zurückgelegte Strecke war einfach nicht genug lang, um mir auch nur ein Hüngerchen anzuwandern.

Und dann sah ich diese Meringues in den Sonnenöfen vor sich hinschmoren.

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Meringues in den Sonnenöfen, da muss ich gleich das Dessert vorziehen.

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Beim näheren Hinschauen festigt sich mein Entschluss.

Sei mal nicht so, dachte ich. Und bestellte mir die grosse Portion. Es war die einzig richtige Entscheidung. Gut, ich hatte mir damit schon etwas den Appetit verdorben, eine Stunde später ass ich mein mitgebrachtes Sandwich eher aus Vernunft.

Jedenfalls lohnt es sich, auf die Bäderalp zu wandern. Die Meringues werden täglich frisch hergestellt und etwa drei Stunden an der Sonne getrocknet. Und danach mit viel frischer Nidle versehen. E Guete!

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Ein lohnendes Ziel, keine Zweifel.