Kleine Joker für unterwegs

Zu sagen, dass meine Kinder immer schön motiviert sind beim Wandern, wäre übertrieben. Durchhänger gibt es immer wieder, und es ist gut, wenn ich dann das eine oder andere Hilfsmittel zur Hand habe. In einem Sack habe ich zuhause über die Jahre kleine Dinge gesammelt. Je nach Laune nehme ich einige davon mit auf die Wanderung – und zücke sie, wenn die Kinder den «Verleider» haben.

Das Kaleidoskop

Ein Werbegeschenk. Ursprünglich nicht fürs Wandern gedacht, haben wir damit schon einige vergnügte Momenten verbracht. Es zerstückelt die Berge, die Gesichter, die Blumen. Mit etwas Geschicklichkeit lassen sich auch Fotos mit dem Handy machen.

Das Mikroskop

Es ist klein und handlich, offenbart aber das Grosse im Kleinen. Mit dem Mikroskop werden Blütenstempel zu Bäumen, Pollensäcke zu Bällen, Härchen zum Urwald. Mit eingebautem Lämpchen. Auch hier: Handykamera draufhalten und abdrücken. Knifflig, aber macht Spass.

Das Sackmesser

Wer schnitzt den schönsten Löffel?

Altbewährt, aber immer noch gut. Wer schnitzt der Wandermama einen Löffel, weil sie ihren extra für die Wanderung zubereiteten Linsen-Magno-Salat sonst nicht essen kann? Und wer verziert die schönste Cervelat, schnitzt den vielfältigsten Stock? Klingen mit abgerundeter Spitze sind besonders gut geeignet, weil damit auch die Laffe des Löffels ausgehöhlt werden kann (nur für fortgeschrittene Schnitzer).

Die Erzählkarten

Inspiration für Geschichten auf dem Weg

Auf jeder Karte ist ein Mundart-Begriff gezeichnet. Die Kinder ziehen fünf Karten, Papa oder Mama müssen daraus eine Geschichte erfinden. Oder umgekehrt. Praktisch für jene, die nicht einfach so aus dem Stegreif eine gute Geschichte finden.

Der Blumenbestimmungsfächer

Selber hergestellt auf einer Wanderung: Im Fächer sind nur jene Pflanzen, die wir auf unseren Wanderungen auch tatsächlich finden.

Selbst kenne ich die Blumen auch nur schlecht. Mit den Karten zum Mitnehmen lernen wir sie besser kennen. Doch anfangs waren wir frustriert, weil immer andere Blumen im Fächer waren als auf unserer Wanderung. Bis wir selbst unseren eigenen Fächer bastelten.

Das Kühltuch

Kühlt unterwegs – und animiert zum Blödeln: das Kühltuch.

Wenn es so richtig heiss ist, kommt das Kühltuch in Einsatz. Man macht es nass und schüttelt es ein-, zweimal aus – und es wird erfrischend kühl. Durch seine 3D-Struktur hat es eine vergrösserte Oberfläche, es verdunstet mehr Wasser und wird so kühl. Mirakulös! Dazu dient es noch als Badetuch, wenn der Bergsee ruft!

Das Fernglas/Fernrohr

Alles im Blick mit dem einfachen Kinderfernrohr.

Immer wieder gut, doch bei mehreren Kindern gibt’s rasch Streit, wenn man nur eines dabeihat. Mit dem Fernglas werden Murmeltiere gesucht, Bergsteiger im Fels aufgespürt oder auch einfach geschaut, wer da hinter uns auf dem Wanderweg nachkommt.